Synkope
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Über das Magazin

Synkope — was zwischen den Beats tatsächlich steht.

Synkope ist ein deutschsprachiges Magazin für Jazz, Improvisation und improvisierte Musik im DACH-Raum. Wir schreiben für Jazz-Aficionados (geschätzte 200.000 bis 300.000 regelmäßige Jazz-Konzert-Besucher:innen im DACH-Raum), für Mitglieder von Jazz- Initiativen, für Jazz-Musiker:innen mit professionellem oder semi-professionellem Status (geschätzte 8.000 bis 12.000 in Deutschland), für Musikhochschul-Studierende mit Jazz-Studiengang (Hochschule für Musik Köln, UdK Berlin, Hochschule für Musik Trossingen, Anton-Bruckner- Privatuniversität Linz, Zürcher Hochschule der Künste), für Lehrkräfte an Musikhochschulen, für Jazz-Festival-Booker:innen, für Jazz-Plattenlabel-Mitarbeitende, für Klassik-Sender- Mitarbeitende mit Jazz-Sparte (BR Jazz, hr2-Jazz, NDR Info, ORF Ö1), für Jazz-Diskographie- Sammler:innen. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Jazz ist eine eigenständige improvisierte Musik-Tradition mit präzisem Standard-Kanon und gewachsener Theorie-Architektur — keine seichte Lounge-Musik und keine elitäre Free-Jazz-Bühne.

Acht Ressorts — Standards, Improvisation, Künstler, DACH-Szene, Geschichte, Aufnahmen, Festivals & Clubs, Wissenschaft — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Plattenlabel- Renaissance, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Festival-Bilanz. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einer ECM-Manfred-Eicher-Bilanz nach 57 Jahren Label-Tradition und einem Michael-Wollny-Stand-2026-Porträt als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Tradition und improvisatorischer Erneuerung. Jazz hat seinen klassisch dokumentierten Genres-Beginn um 1900 in New Orleans Storyville (mit Buddy Bolden als dem ersten dokumentierten Jazz-Cornettist), Swing dominierte die 1930er und 1940er als Big-Band-Tradition mit Duke Ellington und Count Basie als den prägenden Komponisten-Bandleadern. Bebop ab 1944 markierte die kammermusikalische Wende mit Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk im New Yorker Minton''s Playhouse als der ikonischen Session- Lokalität. Kind of Blue von Miles Davis 1959 etablierte den Modal-Jazz als die neue improvisatorische Grundlage. A Love Supreme von John Coltrane 1965 brachte die spirituelle Dimension ins Genre. The Köln Concert von Keith Jarrett 1975 wurde mit 4 Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte Solo-Klavier-Album aller Zeiten. Die ECM-Tradition aus München seit Manfred Eicher 1969 hat Europa als die zweite große Jazz-Region neben den USA etabliert. Wir behandeln Jazz als das, was er ist: präzise improvisierte Musik-Disziplin mit theoretischer Tiefe und kontinuierlicher Aufführungs-Tradition. Wir würdigen den Kanon und prüfen die improvisatorische Praxis gleichzeitig.

Geschrieben ist Synkope für Jazz-Aficionados, die ihre nächste Konzert- Wahl reflektieren wollen; für Jazz-Musiker:innen, die zwischen Standards- Repertoire und Free-Improvisations-Praxis pendeln; für Musikhochschul-Studierende, die ihre Theorie-Vorlesungen um Praxis-Berichte ergänzen wollen; für Festival-Booker:innen, die zwischen Programm-Politik und Künstler-Honorar navigieren; für Plattenlabel-Mitarbeitende, die zwischen Repertoire-Pflege und Vermarktung pendeln; für Sender-Mitarbeitende, deren Jazz-Sparte unter den Senso-Quoten-Vorgaben zu kalibrieren ist; und für Jazz-Diskographie-Sammler:innen, deren Recherche-Arbeit präzise Aufnahmen-Vergleiche braucht.

Gastbeiträge

Synkope nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Jazz-/improvisierte-Musik-Disziplin geschrieben hat — Standard-Tiefenbohrung, Improvisations-Theorie-Erklärstück, Künstler-Porträt, DACH-Szene-Reportage, Geschichts-Anmerkung, Aufnahmen-Vergleich, Festival-Bericht, Wissenschafts-Aufsatz — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Transkription mit Takt-Angabe sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreten Akkord- Skalen-Bezügen statt mit „berührend" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Jazz-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welcher Standard in welcher Tonart mit welchem Voicing in welcher Phrasierung interpretiert wird und welche improvisatorische Wahl daraus folgt. Wir nehmen die Disziplin ernst.