RESSORTS.
Acht Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — vom Real Book bis zum ECM-Klangraum.
- I
Standards
Das Mutterressort. Jazz-Standards-Kanon und Real-Book-Tradition: Das ursprüngliche Real Book (1971 in Boston aufgetauchtes unauthorisiertes Fake-Book der Berklee-Studenten mit den damaligen Jazz-Standards in kompakter Lead-Sheet-Notation), die spätere autorisierte Hal-Leonard-5th-Edition seit 2004 mit korrigierten Akkord-Symbolen und überarbeiteten Melodien, kanonische Standards (Autumn Leaves von Joseph Kosma, All the Things You Are von Jerome Kern, Stella by Starlight von Victor Young, Body and Soul von Johnny Green als die elementaren Ballad-Standards; Round Midnight von Thelonious Monk; So What von Miles Davis als der Modal-Standard), Bebop-Tradition (Anthropology, Confirmation, Donna Lee als die kanonischen Charlie-Parker-Linien).
→ - II
Improvisation
Improvisations-Disziplin. Improvisations-Theorie (Chord-Scale-Theory nach George Russells „Lydian Chromatic Concept of Tonal Organization" 1953 als das erste systematische Jazz-Theorie-Werk, Modal-Theorie aus Miles Davis Modal-Phase ab Kind of Blue 1959, Bebop-Linien-Tradition nach Charlie Parker und Dizzy Gillespie mit ihrer harmonisch-chromatischen Substitutions-Praxis), Improvisations-Praxis (Transkription-Methodik als Lern-Standard mit den fünf Phasen Anhören-Singen-Notieren-Spielen-Analysieren, Pattern-basierte Improvisation vs. Linear-Tradition), Improvisations-Konferenzen (Oxford Improvisation Conference als die etablierte britische Forschungs-Konferenz, IJC als die deutsche Variante).
→ - III
Künstler
Internationale Jazz-Künstler-Porträts. Die klassische Generation (Miles Davis 1926–1991 als der prägendste Stil-Verschieber des 20. Jahrhunderts mit fünf wichtigen Stil-Phasen, John Coltrane 1926–1967 als die spirituelle Sax-Tradition, Bill Evans 1929–1980 als der reflektive Klavier-Stil, Herbie Hancock als Hard-Bop-und-Fusion-Brücke, Wayne Shorter 1933–2023 als die zentrale Tenor-Stimme des Modern Jazz), die mittlere Generation (Keith Jarrett, Pat Metheny), die zeitgenössische Spitze (Brad Mehldau als der prägende Pianist seit den 1990ern, Vijay Iyer, Joshua Redman, Kamasi Washington, Robert Glasper als die Hip-Hop-Jazz-Brücke, Esperanza Spalding als Bassistin-Sängerin, Cécile McLorin Salvant als Vocal-Stand-Standard).
→ - IV
DACH-Szene
DACH-Jazz-Szene. DACH-Jazz-Tradition (Albert Mangelsdorff 1928–2005 als die deutsche Posaune-Tradition mit der einzigartigen Multiphonics-Technik, Wolfgang Dauner 1935–2020 als der freie Jazz-Pionier, Klaus Doldinger als Passport-Fusion-Gründer und Tatort-Komponist), jüngere Generation (Michael Wollny als der prägende deutsche Jazz-Pianist seit den 2000ern mit dem Wollny-Schaerer-Trio, Pablo Held als die jüngere Trio-Tradition, Nils Landgren als der Sänger-Posaunist im skandinavisch-deutschen Stil), ECM-Tradition aus München seit Manfred Eicher 1969 als das Welt-Label für deutsches und europäisches Jazz-Schaffen (Keith Jarrett, Jan Garbarek, Carla Bley, Tomasz Stanko, Anouar Brahem als die etablierten Stars).
→ - V
Geschichte
Jazz-Geschichte. New Orleans 1900–1920er als der Genres-Beginn (Storyville als das musikalische Geburts-Quartier bis 1917, Buddy Bolden als der erste dokumentierte Jazz-Cornettist), Swing-Era 1930er–1940er (Duke Ellington, Count Basie, Glenn Miller als die drei Big-Band-Säulen), Bebop ab 1944 als die kammermusikalische Wende (Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Thelonious Monk, Kenny Clarke am Minton’s Playhouse in New York), Cool Jazz Anfang 1950er mit Lennie Tristano und Miles Davis Birth of the Cool, Hard Bop Mitte 1950er als die Blues-Wende mit Art Blakey Jazz Messengers, Free Jazz ab Ornette Coleman 1960, Fusion ab Bitches Brew 1969 als die Rock-Brücke, Loft-Szene 1970er, Post-Bop und M-Base 1980er, zeitgenössische Spitze.
→ - VI
Aufnahmen
Aufnahmen- und Plattenlabel-Tradition. Blue Note Records als die Hard-Bop-/Soul-Jazz-Spitze seit 1939 (gegründet von Alfred Lion und Francis Wolff, Don-Was-Reaktivierung seit 2012), ECM Records aus München seit 1969 (gegründet von Manfred Eicher als „The Most Beautiful Sound Next to Silence"-Aesthetic), Impulse! Records als die Free-Jazz-Spitze (John Coltrane, Pharoah Sanders, Albert Ayler in den 1960ern), Verve Records für die Cool- und Vocal-Tradition (Ella Fitzgerald, Stan Getz, Oscar Peterson), Mack Avenue als zeitgenössisches Label-Standard, Aufnahmen-Sammlungen (Kind of Blue 1959, A Love Supreme 1965, The Köln Concert 1975, Bitches Brew 1969 als die kanonischen Top-100-Plätze).
→ - VII
Festivals & Clubs
Festival- und Club-Szene. DACH-Festivals (Moers Festival seit 1972 als der größte Free-/Avantgarde-Jazz-Standard, JazzFest Berlin seit 1964 als Berliner Berliner-Festspiele-Tradition, Saalfelden seit 1980 in Österreich, Jazzopen Stuttgart als das größere Mainstream-Festival, Jazzfestival Willisau seit 1975 in der Schweiz als das experimentelle Schweizer Standard-Festival, ELBPHILHARMONIE Jazz-Programm in Hamburg seit 2017), Jazz-Clubs (A-Trane Berlin als das Berliner-Standard-Club, Birdland Hamburg, Ono Wien, Moods Zürich als die etablierten Mid-Tier-DACH-Standards), internationale Standards (Village Vanguard New York seit 1935 als der Welt-Standard, Ronnie Scott’s London seit 1959).
→ - VIII
Wissenschaft
Jazz-Wissenschaft an Hochschulen. Hochschule für Musik Köln als die größte Jazz-Studiengang-Hochschule Europas seit 1957 (mit der prägenden Schule um Jiggs Whigham und der Wim-Wigt-Tradition), Universität der Künste Berlin Jazz-Institut, Hochschule für Musik Trossingen, Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz als die österreichische Spitze, Zürcher Hochschule der Künste als die schweizerische Top-Adresse, Jazz-Theorie-Standards (Mark Levines „The Jazz Theory Book" 1995 als die kanonische Lehrwerks-Quelle, Jamey Aebersold Play-along-Reihe als Standard-Praktik-Werk seit 1967, Bill Doblings Tonal Harmony als die klassische Brücke), zeitgenössische Forschung (Jazz Studies als wachsendes akademisches Feld).
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